Deutsch

Krückl and friends

Freitag, 1. April 2016, 20:00 Uhr
Schlosskirche

Programm

Max Reger und Josef Rheinberger

Das Orgelkonzert in der Schlosskirche am zweiten Wochenende des Osterfestivals ist bereits zum festen Bestandteil unserer Veranstaltungsreihe geworden, in diesem Jahr tritt das Rheinberger-Trio mit Violine, Violoncello und Orgel auf. In Max Regers 100. Todesjahr kommt dem bayerischen Komponisten auch in diesem Konzert eine besondere Stellung zu. Denn Max Reger war Rheinbergers Nachfolger an der Akademie der Tonkunst in München - Reger, der "Komplizierte", dessen harmonische Eskapaden schon zu Lebzeiten angeblich Hörer haben in Ohnmacht fallen lassen, und der Neo-Klassizist Rheinberger, dessen Musik stets der Formschönheit huldigt und von dem der Ausspruch stammt, Musik dürfe "niemals grübelnd und verdrießlich klingen".

Das Rheinberger-Trio mit Walter Schreiber (Violine), Joanna Sachryn (Violoncello) und Christoph Krückl (Orgel) präsentieren ein musikalisches Spannungsfeld mit Kammermusiken aus dem Umfeld und Schülerkreis der beiden Komponisten Reger und Rheinberger.

Christoph Krückl

Christoph Krückl studierte Kirchenmusik und Fachlehrer für Musik in Regensburg und Würzburg. Nach Erlangen des Baccalaureats im Hauptfach Orgel folgte das Examen im Hauptfach Konzertgesang.     
Nach den Kirchenmusikertätigkeiten in Würzburg ist er seit 1980 als Mitarbeiter des Amtes für Kirchenmusik in Bamberg Regionalkantor in den Dekanaten Bayreuth, Kulmbach und Hof. Es folgten Dozententätigkeiten an der Akademie für Evangelische Kirchenmusik und der Pädagogischen Fakultät der Universität Bayreuth.
In der Schlosskirche, an der er als Organist und Chorleiter wirkt, entwickelte sich unter seiner künstlerischen Leitung neben den vielfältigen liturgischen Aufgaben ein reges Konzertleben mit internationalen Solisten und Ensembles. Besonderen Stellenwert erhält die „Alte Musik“, aber auch die „zeitgenössischen Musik“ ist durch mehrere Uraufführungen und Einspielungen vertreten.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Arbeit mit Vokalensembles: der Chor der Schlosskirche und der Kammerchor Bayreuth, der sich authentisch auf die Wiedergabe barocker Oratorien konzentrierte, bereichern das liturgische und konzertante Leben der Stadt. Krückl gründete den „Diözesanverband der Kath. Kirchenmusiker in der Erzdiözese Bamberg“ und ist Gründungsmitglied des „Bundesverbandes Kath. Kirchenmusiker in Deutschland”.
Christoph Krückl bereichert schon seit vielen Jahren das Programm des Bayreuther Osterfestivals.

Joanna Sachryn

Joanna Sachryn hat sich durch ihre Auftritte einen Ruf als einer der markantesten Cellisten ihrer Generation erworben, deren Spiel von leidenschaftlicher Intensität, brillanter Technik und faszinierender Ausdrucksskala geprägt wird. Sie erhielt ihren ersten Cellounterricht im Musiklyzeum ihrer Heimatstadt Stettin in Polen, dem ein Studium in der Klasse von Prof. Gerhard Mantel in Frankfurt am Main folgte. Ein zweijähriges Stipendium bei William Pleeth in London, Celloliteraturstudien mit Mstislav Rostropowitsch, wie auch Zusammenarbeit mit Künstlerpersönlichkeiten wie zum Beispiel Nicolaus Harnoncourt, Murray Perahia und Rudolf Barschai prägten ihr musikalisches Verständnis. Als gesuchte Kammermusikerin und als engagierte Interpretin zeitgenössischer Musik kann sie bereits nach kurzer Zeit auf eine erfolgreiche Karriere zurückblicken.Sie konzertiert auf nationalen und internationalen Podien mit namhaften Ensembles, wie dem Streichtrio Orfeo, dem Hilliard Ensemble London, dem New Ton Ensemble Wien, der Musica Viva Basel, dem Bronsky Ritual Köln und dem KoreanChamber Ensemble.Als gefragte Pädagogin leitet die Künstlerin regelmäßig Violoncello- und Kammermusikkurse in Deutschland, Südamerika und Korea. Seit 2014 hat sie eine Gastprofessur an der renommierten Tongji-Universität in Schanghai (China) inne.

Walter Schreiber

Walter Schreiber wurde mit 18 Jahren Student von Prof. Tibor Varga. Neben dem Deutschen Hochschulpreis wurde er als Stipendiat vom DAAD an das berühmte Moskauer Konservatorium zum Studium bei SemionSnitkowski und David Oistrach geschickt. Walter Schreiber war Konzertmeister des Stuttgarter Kammerorchesters und zwei Jahre später Konzertmeister im Württembergischen Kammerorchester Heilbronn. Nach seiner Mitwirkung im Orchester der Berliner Philharmoniker wurde er erster Geiger im WDR-Sinfonieorchester Köln. 1983 bis 2001 spielte er regelmäßig im Orchester der Bayreuther Festspiele. Die enge Zusammenarbeit mit Daniel Barenboim, Sir Georg Solti und James Levine prägten sein musikalisches Verständnis. Seit Beginn seines musikalischen Weges widmet er sich seiner Passion – der Kammermusik. 1983 hat er das Kölner Klaviertrio gegründet und 2003 die Leitung des Radio Kammerorchesters Köln übernommen. Seit 2003 ist er künstlerischer Leiter des Zeilitzheimer Sommerfestivals, eines Kammermusikfestivals. Als gefragter Gast musiziert er in verschiedenen namhaften Ensembles in Europa, Amerika und Ostasien. Seit 2014 hat er eine Gastprofessur an der renommierten Tongji-Universität in Schanghai (China) inne.

KONZERTÜBERTRAGUNG:


Mittwoch, 12. Juni 2019, 20.05 Uhr
Konzertabend auf BR-Klassik

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